Medion Akoya E6240T (MD99290)
Für 399 Euro gibt’s ab dem 12. Dezember 2013 das Medion Akoya E6240T (MD99290).
Foto: Medion
Aldi will seine Kunden kurz Weihnachten mit einem günstigen Notebook beglücken: Für das Medion Akoya E6240T (MD99290) veranschlagt der Discounter nur 399 Euro. Und dafür bekommt man einiges geboten: Touchscreen, Windows 8.1, Festplatte mit schnellem SSD-Cache und eine CPU aus Intels aktueller Prozessor-Reihe. Wie gut ist das Gerät? Wo hakt es? Lohnt sich der Kauf? Die Antworten liefert COMPUTER BILD.

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Dicker Brocken


Das Medion Akoya ist in einem schlichten Gehäuse verpackt, das recht wuchtig wirkt: Es ist rund 26,5 Zentimeter tief, 39 Zentimeter breit und damit fast so groß wie ein DIN-A3-Blatt. Mit einer Bauhöhe von rund drei Zentimetern ist nahezu so dick wie zwei übereinander gestapelte MacBook Air und außerdem fast doppelt so schwer wie eines der schlanken MacBooks. Mit 2,57 Kilogramm eignet es sich weniger für den täglichen Transport von A nach B, sondern eher als Ersatz für einen Desktop-PC. Zumal das Netzteil noch einmal 306 Gramm auf die Waage bringt.

Standard-Bildschirm mit Touch


Das Display des Akoya hat eine Bilddiagonale von 15,6 Zoll (39,5 Zentimeter). Spielfilme gibt das Notebook selbst in schnellen Actionszenen ohne Schlieren wieder, den Bildwechsel erledigt es in nur 8,15 Millisekunden. Fotos und Videos stellt das Display in einer ordentlichen Qualität dar – wenn auch mit etwas blassen Farben. Und die Schärfe ist aufgrund der Standard-Auflösung von nur 1366x768 Bildpunkten nicht sonderlich hoch. Aber ein Full-HD-Display können Kunden von einem 399-Euro-Notebook auch nicht verlangen. Einen Touchscreen eigentlich auch nicht. Das Akoya bringt aber einen mit. Und der macht seinen Job weitestgehend gut: Eingaben per Fingertipp setzt er präzise um, aber minimal zeitlich verzögert.

Aktueller, aber lahmer Prozessor


Als Antrieb kommt im Medion der gerade vorgestellte Celeron N2910 von Intel zum Einsatz. Der hat vier Kerne, die mit jeweils 1,6 Gigahertz arbeiten. Er reicht zwar für alle gängigen Anwendungen, ist aber kein Überflieger. So ist etwa bei der Umwandlung eines Spielfilms in ein kleineres Smartphone-gerechtes Format Geduld gefragt. Office- und Internetaufgaben erledigt das Akoya in einem ordentlichen, aber nicht überragenden Tempp. Da hilft es auch nicht, dass der 500-Gigabyte-Festplatte ein schneller SSD-Speicher zur Seite steht. Warum? Der ist fürs schnelle Laden von Windows, Programmen und oft benötigten Daten mit acht Gigabyte einfach viel zu knapp bemessen.

Kein Spieler


Für die Bildwiedergabe auf dem 15,6-Zoll-Display ist ausschließlich die im Celeron untergebrachte Grafikeinheit zuständig. Und die ist zu schwach für eine flüssige Wiedergabe von Spielen des Kalibers „Call of Duty: Ghosts“. Ein zweiter, starker Grafikprozessor wie in Gamer-Notebooks, fehlt dem Medion Akoya. Aber auch das kann man von einem 399-Euro-Notebook nicht verlangen.

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Ausstattung nahezu vollzählig


Ins Internet geht’s per schnellem WLAN-n (150 Megabit pro Sekunde), der Datenaustausch mit Smartphones erfolgt mit Bluetooth in der Version 4.0. Ein Speicherkartenleser ist ebenfalls Serie (für SD, SDHC, SDXC und MMC), wie eine Webkamera samt Mikrofon für Videotelefonate. Weiterhin sind zwei USB-2.0- sowie je ein USB-3.0-, Netzwerk- und HDMI-Anschluss vorhanden.

Akku-Laufzeit OK


Im Test hielt der Akku des Medion Akoya bei Internet- und Office-Arbeiten zwei Stunden und 37 Minuten durch, bei der Wiedergabe von Videos waren es zwei Stunden und 44 Minuten. Das sind keine berauschenden Werte, aber OK. Die Ladezeit ist mit einer Stunde und 56 Minuten vergleichsweise lang.

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Unter Volllast laut


Wer im Internet surft, hört das Aldi-Notebook kaum (0,6 Sone), bei der Videowiedergabe war es im Test mit 0,9 Sone etwas lauter. Hat das Akoya kräftezehrende Aufgaben zu erledigen, ist sein Lüfter deutlich zu hören (2 Sone).
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Fazit: Medion Akoya E6240T (MD99290)


Für 399 Euro bekommen Kunden ein nahezu vollzählig ausgestattetes Notebook, das obendrein noch mit einem Touchscreen für die einfache Bedienung der Windows-8-Kacheln aufwartet. Der Touchscreen ist aber auch der Grund für den schwachen Prozessor: Denn das deutlich teurere Display musste angesichts des günstigen Verkaufspreises einem stärkeren Antrieb weichen. Der verbaute Celeron reicht zwar für die meisten Anwendungen, so flink wie Modelle aus Intels Core-i-Reihe werkelt er aber lange nicht.

Testfazit

Testnote

3,1

befriedigend

Pro
  • Ordentliche Bildqualität
  • Touchscreen
  • Akzeptables Tempo für Internet und Office
  • Im Internet- und Office-Betrieb leise
  • Gute Ausstattung
Kontra
  • Etwas langsam für rechenintensive Aufgaben
  • Vergleichsweise klobig und schwer
  • Unter Volllast laut
  • Akkulaufzeit etwas kurz